Einführung in das Thema Defekt- oder Qualzucht

Europaweites Verbot von Defekt-Merkmalen
Seit 1986 gilt im deutschen Tierschutzgesetz der sogenannte Qualzuchtparagraf § 11b (Verbot von Qualzüchtungen).Das Thema Qualzucht beschäftigte 1987 schließlich auch den Europarat und das ‘Europäische Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren’ wurde verfasst. Als Jahre später seine Generalklauseln konkretisiert wurden, führte das nicht etwa nur zur Abgrenzung einzelner Zuchtmerkmale (wie z. B. Kurzköpfigkeit oder Zwergwuchs). Auch der Ausschluss der Zucht von Tieren mit Semiletalfaktor, rezessivem Gendefekt oder haarlosem Phänotyp wurde beschlossen.

Die Umsetzung des Übereinkommens in Europa bleibt bis dato zu erwarten.

Gutachten zur Auslegung von §11b des Tierschutzgesetzes
Zur Konkretisierung des § 11b des Tierschutzgesetzes erfolgte 1999 ein Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: „Das Gutachten soll insbesondere allen Züchtern von Heimtieren helfen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Vorschriften des Tierschutzgesetzes, welche die Züchtung betreffen, in vollem Umfang zu beachten. Ziel ist das vitale, gesunde, schmerz- und leidensfreie Tier.“